Wildpark Kaiserslautern – ganzjährig aktiv

Zum Wildpark Kaiserslautern kommen wir eher selten. Man kann fast sagen im Mehrere-Jahre-Rhythmus. Warum weiss ich nicht. Denn es ist immer wieder schön, wenn wir heimgehen. Dann wird beschlossen, dieses Ziel öfters ins Auge zufassen. Aber das geschieht irgendwie dann doch wieder nicht.

Man kann auf verschiedenen Wegen ankommen, unsere Top 3 Startpunkte:

… mit dem Auto oder zu Fuß aus der Stadt aus. Der Förderverein Wildpark gibt noch weitere Alternativen an.

Wir waren heute komplett zu Fuß unterwegs: Vom Stadtpark bis Parkplatz gegenüber Quack, dann hoch zum Wildpark, runter zum Betzeberg und wieder nach Hause an den Stadtpark. Wir, das waren heute ausnahmsweise 2 Erwachsene, 0 Kinder – ab spätestens 10 Jahre ist diese Strecke aber auch für sie ohne Nölerei zu schaffen.

Den heute zurückgelegten Weg kann man auch problemlos mit dem Kinderwagen bewältigen. Einzig ein paar Wege im Wildpark sind wurzelig / steinig. Hier gibt es dann auch Alternativen. Ein Plan hilft. Ältere Damen haben wir mit Stöcken / Krückstöcken gesehen. Wir waren begeistert über ihre Fitness und ihr Durchhaltevermögen.

Den Weg ab Casanusstraße und ab Voltrairestraße habe ich mit den Kids zu Fuß bestritten, als sie ca. 4 Jahre alt waren. Die Kleinste war dann in einer Bauchtrage oder dann ab einem Jahr in der größeren Rückentrage. Zumindest den Weg von der Casanusstraße aus würde ich nicht mit dem Kinderwagen wählen.

Den Weg selbst findet man mittlerweile gut. Schilder helfen:

Im Wildpark gibt es feste Fütterungszeiten. Ansonsten darf man nicht immer selbst Mitgebrachtes verfüttern. Bitte auf die Schilder an den einzelnen Gehegen achten!

Weitere Informationen bieten wie schon oben erwähnt der Förderverein Wildpark Kaiserslautern, aber auch die Stadt Kaiserslautern.

Weitere Ideen kann man der Rundwanderwegkarte entnehmen:

Wer auf Toilettenbesuche achten muss, hier noch ein paar Tipps, was ggf. auf der Wegstrecke liegt:

Eisbahn – großer Spaß auch schon mit den Kleinsten

Mit unseren Kids waren wir schon auf der Eisbahn als die Kids erst 2 Jahre alt waren und quasi gerade mal sicher laufen konnten. Und das auch noch obwohl wir selbst kaum Schlittschuhe laufen können. Unser Glück war der freitägliche Kurs der Eisbahn Kaiserslautern. Eine Eiskunstläuferin und ihr Partner brachten ab 15.30 Uhr den Kids das Schlittschuhlaufen bei. Eltern / Begleitpersonen durften nicht mit aufs Eis. So hatten die beiden den Überblick und ca. 5 Minuten Exklusivbetreuung wöchentlich ist für die Kleinsten mehr als ausreichend. Das Programm gibt es nicht mehr, aber man kann gegen eine kleine Gebühr und Pfand Eislaufhilfen ausleihen. So können die Kleinsten fleißig mit Pinguin oder Eisbär üben. Die Laufzeiten sind meist 2 Stunden, was für die Kleinsten noch sehr lange ist. Erst ab ca. 8 Jahre hatten unsere Kids die komplette Laufzeit durchgehalten.

Schlittschuhe können übrigens ebenfalls gegen Gebühr und Pfand ausgeliehen werden.

Für Verpflegung ist gesorgt, man kann sogar Kindergeburtstag feiern. Eine Anmeldung ist erforderlich. Alternativ kann man selbstverständlich auch mitgebrachtes Essen und eigene Getränke mitbringen. In dem Fall gibt es nur einen Tisch mit ausreichend Stühlen. Man sollte daher frühzeitig vor Ort sein, um diesen nutzen zu können.

Für Ablagen ist mit ausreichend Regalen gesorgt. Wer sein Habe einschließen möchte, muss jedoch ein Schloß für eines der Schließfächer mitbringen.

Die Toilettenanlage ist übrigens sehr sauber und beheizt. Mit Wickeln war es bislang schwierig, hier muss auf eine der umstehenden Bänke zurückgegriffen werden.

… und zum Schluss noch ein aktuelles Foto, das unsere Kleinste, die aber nicht mehr ganz so klein ist, von mir aufgenommen hat. Großartig, dass ich durch die Kids nun sicher Schlittschuhlaufen kann. OK, Bremsen geht noch nicht, aber immerhin… Auch wenn mir die Füße in meinen Schuhen dauernd schmerzen, machte es richtig Spaß mal wieder auf dem Eis gewesen zu sein.

Schlechtwetterprogramm-Kombi: Austoben + Chillen

Schlechtes Wetter ist kein Problem mit der passenden Kleidung. Doch manchmal möchte man keine Wanderung unternehmen, auf keinem nassen Spielplatz rumturnen, sich in kein Schwimmbad begeben und auch kein Kulturprogramm (Kindertheater, Kindermuseum) absolvieren. Manchmal möchte man einfach nur mit wenig Aufwand drinnen etwas unternehmen, wobei die Kids sich schon austoben sollten. Gleichzeitig möchte man wenig Gepäck anreisen, am Ende keinen Wäscheberg produziert haben und dazwischen gerne noch bei einem Kaffee ein Erwachsenenspräche geführt haben. Wenn das Ambiente dabei vernachlässigbar ist, dann empfehlen sich Indoor Spielplätze.

In Kaiserslautern und Umgebung gibt es zwei Indoor Spielplätze: Die Kinder Spiel & Spaß Fabrik befindet sich am Stadtrand von Kaiserslautern. Das Yabadoo befindet sich nur wenige Kilometer entfernt.

Wir waren bislang meistens im Yabadoo. Die Spielgeräte fanden die Kinder dort etwas besser. Wir Erwachsene konnten kaum Unterschied feststellen: Der Lärmpegel ist überall hoch, der Kaffee ist nicht gut, es gibt Fast Food. Trotzdem kommen alle glücklich nach Hause. Die Kinder sind ausgeglichen, da sie sich austoben konnten. Und sogar weit mehr als es auf einem nassen Spielplatz oder im Wald möglich gewesen wäre. Wir Erwachsene sind entspannt und geduldiger, da wir auch mal in Ruhe reden und einfach mal den Kids beim Toben zuschauen konnten.

Die beste Zeit für Indoor Spielplätze war, als die Kids 2/5/7 Jahre alt waren. Ab der 5. Klasse finden die Kids andere Aktivitäten besser: Bouldern, Trampolinhalle, Kino,…

Wer in der Nähe wohnt, für den bieten sich die Indoor Spielplätze auch gut zum Geburtstagsfeiern an. Die Angebote variieren. Auf den Homepages steht meist, ob und was man mitbringen darf. Zu Socken, Deko und Müll gibt es oft Regelungen, hier sollte man noch einmal explizit nachfragen.

Zoo Kaiserslautern – erstaunlich vielfältig

Mit Kindern in den Zoo – ist bei uns leider nur (noch) für die Altersgruppen bis 10 Jahre und dann wieder ab ca. 50 Jahre interessant. Ob letztere nur wegen der Enkel Interesse zeigt bleibt unklar.

Quelle: zoo-kl.de

Der Zoo Kaiserslautern bietet jedenfalls einiges. Neben dem Klassiker, Tiere in ihren Gehegen bei ihrem Zeitvertreib zuzuschauen, gibt es eine tolle Flugschau, einen Waldlehrpfad und Gebäudebauweisen aus längst vergangenen Tagen. Im Affenhaus und im Bistrot kann man sich an kalten Tagen aufwärmen. Der Kinderspielplatz bietet einen schönen Abschluss.

Übers Jahr verteilt gibt es viele verschiedene Aktionen. Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender im Auge zu behalten. So sind Ostern im Zoo oder auch die Nacht im Zoo sehr zu empfehlen. Ein Ferienprogramm und Kooperationsangebote mit Kindergärten runden das Angebot ab.

Quelle: zoo-kl.de

Wer mit dem Auto anreist, sollte sich vorher einen Überblick über die Parkplätze verschaffen. Alle haben ihre Vorteile: kurze Wegstrecke zum Eingang, vorbei am Ententeich oder vorbei an einem Spielplatz. Je nach Alter und spontanem Interesse der Kinder haben wir es auch schon mal nicht bis zum Eingang geschafft.

Stadtpark Kaiserslautern – Treffpunkt für Jung und Alt, jeden Tag und zu jeder Jahreszeit

Zum Stadtpark Kaiserslautern haben wir eine ganz besondere Verbindung. Als wir nach Kaiserslautern gezogen sind, waren wir zunächst fast jeden Nachmittag im Stadtpark. Damals waren die Kids 1 + 3 Jahre alt.

In dem Alter buddeln sie vor allem im Sand, schaukeln und wippen oder spielen einfach auf der Wiese. Auf den Wegen fahren Kinder gerne Laufrad, Fahrrad oder Roller. Das wird von allen Besuchern bei Kindern akzeptiert, auch wenn Schilder auf ein Fahrradverbot hinweisen. Schließlich gibt es sonst wenig Möglichkeiten für die Kids, sich mit dem Fahrrad frei zu bewegen.

Quelle: kaiserslautern.de

Wenn die Kids älter sind, erklimmen sie die futoristischen und bisweilen herausfordernden Klettergeräte und die Spitze des Kletterturms. Im Herbst werden Blätterberge gebaut, Drachen steigen gelassen und allerlei Bastelmaterial gesammelt (Eicheln, Kastanien, Blätter,..). Im Winter werden Schneeengel kreiert, riesige Schneemänner oder massige Schneeburgen gebaut. Und es wird natürlich die kleinen Hügelchen hinuntergerodelt. Im Frühjahr erfreuen sich viele am Rennen durch die Fontainen oder am Matschespielplatz. Insbesondere an warmen Tagen, wenn die Freibadsaison noch nicht gestartet hatt, bietet der Stadtpark eine schöne Anlaufstelle. Mit älteren Kindern kann man dann auch auf einer Picknickdecke und einem guten Buch einen ganzen Tag im Park verbringen.

Quelle: kaiserslautern.de

Unsere Kinder sind mittlerweile 9, 12 und 13 Jahre alt. Sie spielen jetzt gerne Tischtennis an einer der beiden Platten odet Fußball auf dem eingezäunten Bolzplatz. Die Klettergeräte sind aber immer noch toll, da man durch Variationen den Schwierigkeitsgrad erhöhen kann.

Es gibt auch einen Bouleplatz. Wir Erwachsene spielen hier gerne an lauen Sommerabenden in den Ferien. Die Temperatur ist angenehm, die Kids können lange aufbleiben und man ist vom Tag recht träge. Wir nehmen uns dann meist einen Rosé mit, manchmal auch ein Abendessen Picknick und lassen die Kids im Park toben. Oft klingt verschiedene Musik über die Wiese – von Schüler und Studenten, aus der Box oder selbst live erzeugt. Es kommt dann bisweilen Festivalstimmung auf.

Für die Aktiven unter Euch Lesern: Man kann auch gut um den Stadtpark joggen. Und man ist nie alleine dabei. Manche kombinieren dies mit Yoga oder ergänzenden Kraftübungen.

Mittlerweile gibt es eine kostenpflichtige Toilettenanlage. Im Sommer kann man an mobilen Wagen Eis kaufen. In Laufweite gibt es einen Kiosk. Wir bringen allerdings immer unsere Versorgung incl. Kaffee immer selbst mit.

Schlechtwetterprogramm? – Spaßbad und/oder Sauna geht immer!

Rund um Kaiserslautern gibt es einige Spaßbäder. Am besten finden wir das monte mare in Kaiserslautern, das miramar in Weinheim und das Calypso in Saarbrücken. Ganz unten findet Ihr noch Infos zu den Hallenbädern in Ramstein-Miesenbach und in Kirchheimbolanden sowie der Sauna in Bad Kreuznach.

In allen drei Bädern kann man sich auch aufteilen. Ein Elternteil kann in die Sauna gehen und sich ggf. auch bei einer Massage verwöhnen lassen. Der andere kümmert sich ums Kinderprogramm. Unsere Kinder bewegen sich frei seit sie 8 Jahre alt sind, damit ist das mit dem Kinderprogramm überflüssig geworden. Ein gutes Buch und vielleicht Bahnen schwimmen ist dann immer mein Programm während mein Mann sich in die Sauna verabschiedet. Einzig im miramar gibt es kein Schwimmerbecken, was aber nicht schlimm ist. Dann freue ich mich über einen Tag mit meinem Buch. Im miramar sollte man jedoch früh anreisen, um noch eine der wenigen Relaxliegen zu erhaschen. Sonst kann es für den ganzen Tag unbequem werden mit Buch lesen. Es gilt in Weinheim Handtuch-Reservierung – wer also einmal sein Handtuch auf eine Liege legt, darf für den restlichen Tag diese Liege für sich beanspruchen. Auch wenn das offiziell gar nicht erlaubt ist.

Quelle: Rutscherlebnis

Essen kann man sich in alle Bäder mitbringen. Man kann aber auch im Bistro essen. Wir nehmen uns immer einen Snack und Wasser mit. Das reicht nicht für den ganzen Tag, weshalb wir uns immer zu bestimmten Uhrzeiten im Bistrot zusammenfinden für ein Mittagessen und ein Nachmittagssnack.

In Kaiserslautern gibt es in den Ferien im Sportbecken immer einen Climbing Parkour. Das kommt bei den Kids ab ca. 8 Jahren gut an. Die Schwimmer haben dann immer noch genug Platz zum Schwimmen und der Sprungturm wird auch immer mal wieder geöffnet. Ein schöner Kompromiss. Im miramar wird eine Kletterinsel im Schwimmerbereich des Wellenbades aufgebaut. Im Calypso hatten wir bislang noch keine Klettermöglichkeit entdeckt.

Quelle: monte mare

Wer mit ganz kleinen Kindern unterwegs ist, für den ist das monte mare am geeignetsten. Es gibt erstaunlich viele Wickeltische und das Babybecken ist großartig. Man kann mit den Kleinen auch in ein Außenbecken und an den Rand des Wellenbades. Im Sportbad ist oft das Nichtschwimmerbecken extra aufgeheizt, wenn Babyschwimmen stattgefunden hat. Es fühlt sich tatsächlich wie in der Badewanne an! Dies ist aktuell donnerstags, der Tag kann jedoch variieren. Also einfach ausprobieren.

Unsere Kids (9/12/13) finden es im Calypso und im miramar am besten. Die Rutschen bzw. der gesamte Freizeitbad Bereich ist in Saarbrücken im Cylypso schöner gestaltet. Das miramar besticht mit Rutschenangebot (11 Stück!!!) und Lasershow zur Abenddämmerung.
Ich finde das Schwimmbad in Kaiserslautern am besten und scheue oft die lange Fahrt. Wer in die Sauna möchte, sollte insbesondere bei trockenem Wetter ins miramar gehen. Dann kann man den schönen Außenbereich mit Seeanbindung nutzen.

Wer in ein Schwimmbad gehen mag, ist im Azur in Ramstein-Miesenbach oder im KiboBad in Kirchheimbolanden gut aufgehoben. In Kirchheimbolanden ist es günstiger und gerade das bespielbare Piratenschiff ist bei den Kleineren sehr beliebt. Ich bevorzugte das Bad in Ramstein-Miesenbach als die Jüngste noch in der Babyschale war. Mit drei Kindern im Alter von 0/3/4 ist es logistisch einfacher. Ich bestehe immer auf das abschließende Duschen bei den Kids, was im Azur einfach besser gelöst ist: Es gibt eine Dusche mit Sitz für die Kleinsten und die Babyschale kann in der Duschmitte auf ein stabiles Regal gestellt werden. Beide Bäder biete mittlerweile auch Saunen an, die wir noch nicht getestet haben.

Wer ohne Kinder in der Region unterwegs ist oder als Familie den Tag komplett getrennt verbringen will, dem empfehle ich noch das Bäderhaus in Bad Kreuznach. Die Saunalandschaft lädt zum Entspannen und Relaxen ein, für Kinder ist das Angebot leider nichts.

Gartenschau Kaiserslautern – Spaß für jedes Alter und geht bei jedem Wetter

Ich liebe die Gartenschau Kaiserslautern! Wir wohnen in der Innenstadt und so bin ich mit den Kids schon gefühlt seit sie auf der Welt sind mit ihnen hingegangen. Die Kleinsten kugeln sich auf der Picknickdecke, die etwas größeren buddeln im Sand, spielen am und im Wasser. Wenn sie dann noch etwas größer sind, entdecken sie immer mehr: sie klettern, schaukeln, rutschen, skaten, kicken, hüpfen auf Klangsteinen oder verstecken sich in einem der Baumhäuser. Es ist tatsächlich für jedes Alter etwas dabei. Selbst unsere Teenager klettern, hangeln und rutschen immer noch gerne in der Gartenschau.

Meist sind wir im unteren Bereich, dem Neumühlepark, in dem auch das Bild oben entstanden ist. Die Wiesen werden mehrmals im Jahr umdekoriert und jedes Jahr im Herbst gibt es ganz tolle Kürbis Figuren. Dieses Jahr ist das Motto „Römer“. Da dürfen Asterix und Obelix natürlich nicht fehlen 😉

Im Neumühlepark gibt es auch die meisten Möglichkeiten für die Kids zum Spielen. Oben auf dem Kaiserberg gibt es auch noch einiges zu entdecken, der Aufstieg ist mit den Kids jedoch recht mühselig. Also bleiben wir meist unten im Neumühlepark. Genauso wie auf dem Kaiserberg ist auch unten für das leibliche Wohl gesorgt. Neben Kaffee, Kuchen und einfachen Gerichten gibt es auch Crêpe und Eis.

An Sonntagen spendieren wir bisweilen auch eine Runde Minigolf für alle. Oft ist in den Ferien oder zu besonderen Feste das Bastelzelt offen. Das ist dann etwas, das eher die Mädels nutzen.

Wir haben auch schon den ein oder anderen Geburtstag in der Gartenschau gefeiert. Das verlief richtig unkompliziert: Wir haben unsere Spiele, Getränke und Naschereien mitgenommen und uns schon früh an einem der Picknicktische breit gemacht. Alternativ kann man auch im Gastronomiebereich an einen der Tische gehen oder auf Picknickdecken sich auf der Wiese ausbreiten. Die Kids sind meistens sowieso nicht am Platz. Im Sommer empfiehlt es sich noch Wechselkleidung und Handtücher für alle mitzunehmen.

Im Frühjahr oder im Herbst, wenn es kalt und regnerisch ist, bietet sich die Kombination aus Spielplatz und Legoausstellung an. So sind die Kids mindestens kurz mal draußen und das Legospielen in fremder Umgebung ist auch mal anders als zu Hause. Als die Kids noch im Kindergartenalter waren, mochte ich auch die Kurzaufenthalte in der Blumenhalle. Dort aßen die Kleinen einen kleinen Snack im Trockenen und Warmen bevor es über die Brücke zu den Spielplätzen ging.

Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender im Auge zu behalten. Es ist für jeden etwas dabei!

Pfälzer Sonntagsausflug – Spielplatz + Wein(wanderung)

In der Pfalz bzw. in der Rhein-Neckar-Metropole gibt es eine Reihe der sogenannten Alla Hopp Parks. Sie sind von der Dietmar-Hopp-Stiftung in Zusammenarbeit mit 19 Gemeinden ins Leben gerufen worden. Eine Übersicht findet man hier: http://alla-hopp.de/19x-alla-hopp/19-alla-hopp-standorte/

Gestern waren wir zunächst im Alla Hopp Park in Grünstadt. Er ist von einem Parkplatz zweigeteilt. Der erste Teil ist für Kids bis 10 Jahre ideal. Man kann im Sand buddeln, mit Wasser rumplanschen, klettern, ganz unterschiedlich schaukeln und in einem Drehteil einen Drehwurm bekommen. Die Kids (9+12) fanden es toll. Noch besser fanden sie allerdings den zweiten Teil mit Bewegungsgeräten, Skaterbahn, Bolderfelsen, Balancierbalken und zwei kleinen Trampolinen. Eine Toilettenanlage macht den Besuch gerade mit den Kleinsten entspannter. Für die Erwachsenen gibt es in beiden Teilen viele Sitzgelegenheiten. Im ersten Teil können sie in einer Eltern-Kind-Schaukel auch mitschaukeln, im zweiten Teil können sie sich tatsächlich auch selbst sportlich betätigen. Gerade scheint das Angebot noch erweitert zu werden, es scheint noch angebaut zu werden. Wir sind gespannt, wie es wird.

Im Anschluss waren wir auf dem Alla Hopp Spielplatz in Deidesheim. In Deidesheim ist alles kompakter als in Grünstadt. Man muss auch nicht von einem Teil in den anderen Teil „umziehen“, da der Parkplatz angrenzt und nicht trennt. Es gibt tolle Versteckmöglichkeiten, auch wenn die Elemente fast identisch sind. Die Kids können viel freier und in allen Altersklassen zusammen auf dem Gelände spielen. Als Eltern kann man sich auf einer der vielen Bänke niederlassen. Am besten ist es auf dem Hügel inmitten eines kleinen Wingerts. Erhöht sitzend kann man den Blick über den Spielplatz schweifen lassen und sogar noch etwas weiter. Eine perfekte Versorgungsstation für die Kids und eine gute Möglichkeit, auch mal in Ruhe ein kurzes Erwachsenengespräch zu führen.
Und wenn es einmal regnen sollte, kann man sich gut unterstellen. Wir haben bspw. spontan Tennis und Ball unter dem großen, überdachten Areal gespielt als es anfing zu regnen. Eine echte Empfehlung!

Man kann beide Parkbesuche auch gut mit einem Abstecher bei einem Winzer verbinden. In Grünstadt kenne ich jetzt kein Weingut. Hier würde ich dann zum Petri im nahen Herxheim am Berg fahren. In Deidesheim würde ich bei von Winning oder bei Reichsrat von Buhl einen Abstecher machen. Die Mädels unter Euch müssen in dem Fall unbedingt den Rosé Sekt von Buhl probieren!!! Einer meiner Lieblingssekte momentan!

Oder man unternimmt eine Wanderung durch die angrenzenden Weinberge. Ein Roller macht für die Kids dabei durchaus Sinn, da sie viel motivierter sind und am Ende auch auf der Skater Bahn in den Parks sich noch etwas mehr austoben können.

Aufpeppen eines scheinbar langweiligen Sonntagsausflugs

Sonntagsausflug in ein Bergdorf. Klingt für Kids äußerst öde. OK, wir haben die Kritik ernstgenommen, haben motiviert und sind trotzdem nach Bonnieux im Luberon gefahren. Der Weg dorthin war etwas kurvig, was nicht jeder unbedingt verträgt, auch die Serpentinen hoch in das schöne Bergdorf muss man fahren bzw. als Beifahrer ertragen können. Erstaunlich waren die vielen Radfahrer, die sich ebenfalls tapfer den Berg hinauf begaben.

Die Gassen von Bonnieux sind typisch für ein provencalisches Bergdorf recht eng, man überwindet auf kurze Distanz einige Höhenmeter, es gibt viele Einbahnstraßen, zum Teil auch Ampeln, sodass der Verkehr an Engpässen geregelt wird. Dies war vor ca. 20 Jahren noch nicht so, auch gab es damals nicht viele Bistrots und Restaurants. Der Ort ist zum Glück weiterhin nicht sonderlich touristisch, obwohl hier der Kinofilm Swimming Pool gedreht worden ist. So sind die Boutiquen auch sonntags geschlossen.

Da wir zur Mittagsessenszeit angekommen sind, haben wir uns zunächst im Bistrot Le Terrail einen schönen Tisch mit Aussicht aufs Tal und den Mont Ventoux gesucht. Die Speisekarte ist klasse, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt auch eine Tageskarte, die am Eingang steht und dann vom Kellner netterweise noch einmal wiederholt wird. Da es ein extrem heißer Tag war, habe ich mich für Melonen mit Schinken von der Tageskarte entschieden, mein Mann und unser Sohn wählten jeweils einen Fisch mit Reis und Ratatouille, die Mädels teilten sich eine Wurstplatte. Bereits bei der Bestellung fragte die Kellnerin, ob die Platte nicht vielleicht zu groß sei. Wir wunderten uns, aber tatsächlich: Die Platte war riesig. Wir naschten alle am Ende noch gemeinsam davon. Schön war, dass sie eine Mischung aus regionalen Wurstwaren und erwarteten Wurstenwaren wie Paraschinken enthielt, garniert mit verschiedenen Naschereien wie eingelegten, getrockneten Tomaten und Gurken. Brot wurde unaufgefordert nachgereicht. Auch lecker war, dass die Saucen der beiden Fischgerichte vollständig unterschiedlich waren: Vanille-Sahne-Sauce und eine Zitronen-Sahne-Sauce.

Dann ging es endlich auf Entdeckungstour: Wir besichtigten die Kirche im Tal, die aus Spendengeldern gebaut worden war. Diese „neue“ Kirche soll vor allem gebaut worden sein, weil die alte Kirche auf dem Berg so schwer zugänglich ist. Interessant: Die Spender sind mit gespendetem Betrag rechts neben dem Altarraum gerahmt aufgelistet. Soviel zu Datenschutz in der damaligen Zeit und selbstlosen Spendern 😉

Wer eine örtliche Toilette sucht, findet diese auf dem Weg vom Bistrot zur Kirche.

Wir umrundeten dann das Dorf, gingen in Gängen unter Häusern hindurch, gingen steile Stiegen hoch, bis zur höchsten Stelle und serpentinenartige Wege wieder runter. Es war recht anstrengend bei der Hitze, aber die Brunnen auf dem Weg ludten zum Kühlen ein.

Auch ein Halt in der Eisdiele Les Glaces du Tinel mit Plätzen unter einem grünen Blätterdach lud zum Verweilen ein. Die Besitzer sind sehr kinderfreundlich, das Eis ist selbstgemacht und vor allem lecker. Eine echte Empfehlung!

Wer sich die „alte“ Kirche auf dem Berg von innen anschauen möchte, muss wissen, dass um eine Spende für die Besichtigung der Kirche gebeten wird. Bei uns saß der Pfarrer und ein Mitglied aus der Gemeinde daneben und schienen das Prozedere zu überwachen. Ich fand dies recht skuriel, wir hilten uns trotzdem an die Bitte.

Schön ist es, auch noch um die Kirche herum ans Ende der Bergspitze zu gehen. Man findet ein kleines Sammelsurium an kleinem Gebauten vor, was ich neben dem Ausblick, der sich einem von dort bietet, recht interessant fand:

Wer mit Kleinkindern unterwegs ist, für den lohnt sich ebenfalls der Gang um die Kirche. Man findet eine ummauerte Picknickwiese mit Sitzmöglichkeiten und Tischen vor. Ich würde dann den Bistrot Besuch weglassen und vielmehr oben auf dem Berg picknicken und kleineres Spielzeug mitschleppen, sodass die Kids auf der Wiese spielen können und sich die Erwachsenen vielleicht doch mal kurz in Ruhe unterhalten können. Ein Versuch wäte es mir jefenfalls wert 😉

Letztendlich fanden es die Kinder doch nicht so schimm und bewerteten den Tag sogar als „schön“. (yeah!)